Michael Hilti: «Im Alliance ProAm-Format deutlich konzentrierter»

Michael Hilti, Ehrenpräsident des Liechtensteiner Baugeräteherstellers Hilti und passionierter Golfspieler, ist seit vielen Jahren bei den Swiss-Seniors-Open-ProAms dabei. Dieses Jahr spielt er gleich vier Runden - er ist auch beim Alliance-ProAm am Start. Dieses neue Format begeistert den Wirtschaftsmann, wie er im Gespräch verrät.

Herr Hilti, was macht das Swiss Seniors Open für Sie so besonders?

Michael Hilti: Ich bin schon viele Jahre bei diesem Turnier mit dabei und habe unter den Pros viele Freunde. Ein ganz besonderer Freund ist Peter Mitchell, den ich in Südfrankreich kennengelernt habe – über Trainerstunden, die ich bei ihm genommen habe, sind wir dann Freunde geworden. Mit Peter Mitchell war ich heute auf der Runde. Und schliesslich ist es immer eine besondere Herzensangelegenheit, all diese Freunde jedes Jahr in Bad Ragaz wieder zu sehen.

Neu in diesem Jahr ist das Alliance-ProAm-Format, gefällt Ihnen diese Spielform?

Ja, in diesem Format auf die Runde zu gehen, ist besonders attraktiv. Die Herausforderung und der Spass am Golf ist bei dieser Turnierform eine ganz neue, aussergewöhnliche Erfahrung – ich denke, da spreche ich nicht nur für mich, sondern für alle Amateure, die mit dabei sind.

Wo liegt für Sie als Amateur der Unterschied zwischen einem «normalen» ProAm und einem Alliance-ProAm?

Man spielt auch als Amateur bei einem Alliance-ProAm deutlich konzentrierter. Das Team ist kleiner und es ist während der Runde spürbar, dass die Konzentration auf das Spiel im Vordergrund steht. Und wenn dann bei gutem Wetter auch noch viele Zuschauer am Green stehen, wird der Druck sicher nochmals deutlich erhöht. (lacht)

Sie bilden beim Alliance-ProAm mit Peter Mitchell ein Team. Wie war es heute auf der Runde mit ihm?

Er musste sich auf sein Spiel konzentrieren – für die Professionals zählt der Score der heutigen Runde auch fürs Gesamtturnier, bei dem um 320'000 Euro Preisgeld gespielt wird. Im herkömmlichen ProAm-Format dagegen schaut der Pro durchaus auch auf das Spiel des Amateurs. Um auf die Frage zurückzukommen: Beim Alliance-ProAm ist man als Amateur etwas mehr auf sich allein gestellt. Aber das ist auch gar nicht so schlecht.

Spürt man die Anspannung auch noch in anderen Momenten?

Ja klar, bei einem schlechten Schlag merkt man die Frustration des Pros viel deutlicher als bei einem «normalen» ProAm.

Wann war das auf Ihrer heutigen Runde mit den Pros Peter Mitchell und Andrew Oldcorn zu spüren?

Auf Loch 16 hat einer der Pros, der mit auf meiner Runde war, den Ball übers Green in den Wald geschlagen – und das war wirklich eine «worst case situation» für ihn. Da spürte man die Emotionen hochkochen.

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