Schwierige Schlägerwahl

Es ist der Albtraum jedes Golfprofessionals: Man reist per Flugzeug zum nächsten Turnier, landet sicher am Zielflughafen, der Koffer liegt am Rollband, doch das Golfbag hat es nicht mit ins Flugzeug geschafft. Die Airline verspricht, dass dieses «Sperrgut» mit dem nächsten Flug nachgeschickt und das wertvolle Arbeits-Werkzeug des Golfsportlers ins Hotel geliefert wird.

So ist es dem Argentinier Cesar Monasterio diese Woche ergangen. Doch etwas lief schief bei der Lieferung des Golfgepäcks ins Hotel. Die Proberunde am Donnerstagnachmittag absolvierte Monasterio daher mit Leihschlägern. «Mit deren Graphitschäften bin ich überhaupt nicht zurechtgekommen; mein Caddie musste stets genau schauen, wohin der Ball geflogen ist - ich hatte absolut kein Gefühl für den Ballflug», so der Argentinier. Der Caddie ist ein «Local» und fragte in seinem Golfer-Freundeskreis nach, wer für den «worst case» allenfalls Schläger mit Stahlschäften – Stiff-Flex bevorzugt – zur Verfügung stellen könnte.

Der «worst case» ist eingetroffen: Monasterios Golfbag war auch am Freitagmorgen noch immer nicht in Bad Ragaz. Also verbrachte der Argentinier den Vormittag auf der Driving Range und probierte die Schläger dreier guter Amateur-Golfer aus. Aus den Bags von Thomas Kratzla, Joachim Gantner und Philipp Kopf pickte der Professional jene Clubs heraus, die am besten zu seinem Spiel passten. Mittags startete er dann mit einem «provisorischen» Golfset zur ersten Runde. So richtig glücklich wurde er aber leider auch mit dem zusammengewürfelten Set der sportlichen Amateure nicht, wie sein Score zeigt.

 

 

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